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Der Baluchari-Sari ist eine außergewöhnliche Seidensari-Tradition aus Westbengalen, die für ihre kunstvollen mythologischen Darstellungen und figurativen Erzählungen im Pallu (Stoffteil) berühmt ist. Dieses traditionelle Gewebe spiegelt Indiens reiche Textilkultur wider und zeichnet sich durch seine filigrane Handwerkskunst und künstlerische Tiefe aus.
Baluchari-Saris wurden ursprünglich in Murshidabad hergestellt, einst ein blühendes Zentrum der Seidenweberei unter königlicher Schirmherrschaft. Im Laufe der Zeit verlagerte sich das Handwerk nach Bishnupur und in die umliegenden Regionen , wo es bis heute floriert.
Der Sari entwickelte sich zu einem Medium, um Epen, Folklore und mythologische Geschichten durch eingewebte Bilder zu erzählen. Dieser erzählerische Ansatz erhob den Baluchari-Sari von einem Kleidungsstück zu einem Kulturgut.

| Spezifikation | Details |
|---|---|
| Produktname | Baluchari-Sari |
| Herkunftsstaat | Westbengalen |
| Datum des GI-Zertifikats | 06. Januar 2012 |
| Registrierungsinhaber | Textildirektion, Abteilung für Kleinst- und Kleinunternehmen und Textilien, Regierung von Westbengalen |
| Adresse des eingetragenen Firmensitzes | Büro des Textilkommissars, Neues Sekretariatsgebäude, 6. Stock, Block A, Kiron Sankar Roy Road 1, Kolkata – 700001, Westbengalen |
| Unterstützt von | Patentinformationszentrum, Wissenschafts- und Technologierat des Bundesstaates Westbengalen |
Die GI-Zertifizierung bestätigt offiziell die Authentizität, die regionale Identität und die traditionelle Webtechnik der Baluchari-Saris. Sie gewährleistet den rechtlichen Schutz und bewahrt die kulturelle und künstlerische Integrität dieses historischen Seidenhandwerks.
Baluchari-Saris werden aus entbastetem Maulbeerseidengarn mit geringer Drehung gewebt, das sowohl in Kette als auch Schuss verwendet wird. Diese Garnwahl verleiht dem Sari eine glatte Textur und einen fließenden Fall bei gleichzeitiger Stabilität.
Die Seide mit geringer Drehung verbessert die Oberflächenklarheit, wodurch detaillierte Motive scharf und gut definiert erscheinen.
Ein charakteristisches technisches Merkmal des Baluchari-Saris ist die Verwendung zusätzlicher Schussfäden zur Gestaltung der Muster. Die Motive werden nicht gedruckt oder gestickt, sondern während des Webprozesses kunstvoll in den Stoff eingewebt.
Diese Technik erfordert außergewöhnliches Geschick und Präzision, da jedes Designelement perfekt über das Gewebe ausgerichtet sein muss.
Das auffälligste Merkmal eines Baluchari-Saris ist der Pallu. Die Muster stellen oft Folgendes dar:
Szenen aus indischen Epen
Mythologische Erzählungen
Menschliche Figuren und symbolische Bildsprache
Die Pallu-Komposition besteht aus rechteckigen Feldern oder Kästchen , die in geschichteten Formaten gestaltet sind. Dieser strukturierte Erzählansatz macht jeden Sari visuell ansprechend und kulturell bedeutsam.
Im Gegensatz zu vielen traditionellen Seidensaris werden bei Baluchari-Saris keine Zari- oder Metallgarne verwendet . Das gesamte Design wird aus farbigen Seidenfäden gefertigt.
Durch das Fehlen metallischer Elemente wird die Webkunst hervorgehoben und die erzählerischen Motive kommen allein durch die textile Kunstfertigkeit zur Geltung.
Das Weben eines Baluchari-Saris erfordert Geduld, Konzentration und fortgeschrittene Webstuhlkenntnisse. Der Weber muss sich das gesamte Muster vor Beginn des Webens bildlich vorstellen.
Jeder Sari spiegelt Folgendes wider:
Beherrschung der Extra-Schuss-Technik
Künstlerische Erzählfähigkeit
Tiefgreifendes kulturelles Wissen
Diese Handwerkskunst macht den Baluchari-Sari zu einem der komplexesten Seidenwebarten Indiens.
Baluchari-Saris werden bei Hochzeiten, kulturellen Zeremonien und bedeutenden Feierlichkeiten getragen. Ihr kunstvoll gestalteter Pallu macht sie zu einer bevorzugten Wahl für alle, die nach traditionellen Textilien mit symbolischer Bedeutung suchen.
In der heutigen Zeit werden Baluchari-Saris auch von Sammlern, Designern und Textilhistorikern geschätzt.
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